Kilometerpauschale Steuer 

Die Kilometerpauschale Steuer wurde im Jahr 1955 im Einkommenssteuerrecht eingeführt, um Arbeitnehmern die Möglichkeit zu geben,  einen Teil der Kosten, die sie für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit dem eigenen PKW oder Motorrad aufwandten, steuermindernd einsetzen zu können. Diese Kilometerpauschale Steuer wurde in einer gewissen Höhe festgelegt, die sich im Laufe der Jahre immer wieder den wirtschaftlichen Gegebenheiten anpasste. Der Betrag der Kilometerpauschale Steuer kann für jeden Kilometer berechnet werden, den der Arbeitsplatz von der Wohnung entfernt ist. Es wird also nicht jeder gefahrene Kilometer berücksichtigt, sondern nur einmal am Tag die Strecke zum Arbeitsplatz.

Dabei muss nicht zwingend die kürzeste Strecke gefahren werden. Wenn eine weitere Strecke deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt, erkennt das Finanzamt auch diese zur Berechnung der Kilometerpauschale Steuer an. Bei der Berechnung des Betrages, der für den Ansatz der Kilometerpauschale Steuer verwendet werden kann, werden alle Tage eines Jahres berücksichtigt, an denen das Fahrzeug für Fahrten zum Arbeitsplatz verwendet wurde. Jedoch gibt es auch hier eine Grenze, denn das Finanzamt unterstellt, dass niemand mehr Tage in der Woche arbeitet, als höchstens sechs. Gleichzeitig werden die Feiertage und zumindest die gesetzlichen Urlaubstage abgezogen.

Um den so ermittelten Betrag der Kilometerpauschale Steuer reduziert sich das Brutto-Jahreseinkommen. In der Regel werden noch andere Beträge vom Bruttoeinkommen abgezogen, so dass sich im Ergebnis ein niedrigeres steuerpflichtiges Bruttoeinkommen ergibt. Das so um die Kilometerpauschale Steuer und weitere Ausgaben reduzierte Einkommen wird einer erneuten Steuerberechnung unterzogen und ergibt dann in der Regel eine Einkommenssteuer-Erstattung, sofern nicht weitere Einkünfte in der Steuererklärung berücksichtigt werden müssen.