Kilometerpauschale 2009

 Die Berechnung der Kilometerpauschale 2009 erfolgt nach den einkommenssteuerrechtlichen Vorschriften des Jahres 2006. So lautet eine Entscheidung des Bundestages, nachdem das Bundesverfassungsgericht im Dezember 2008 über die Steuerreform des Jahres 2006 entschieden hat, die erstmals im Jahr 2007 ihre Wirkung zeigte. Eine der Regelungen dieser Steuerreform aus dem Jahr 2006 war die Abschaffung der Anerkennung der Kosten für Fahrten zwischen der Wohnung und der Arbeitsstätte als Werbungskosten. Vielmehr wurde das Werkstorprinzip eingeführt, nach dem die Fahrten zum Arbeitsplatz plötzlich sozusagen zum Privatvergnügen gehörten, denn sie wurden dem privaten Bereich zugerechnet.

Das Bundesverfassungsgericht erklärte diese Entscheidung für verfassungswidrig, so dass die Kilometerpauschale 2008 mit dem Gesetz zur Fortführung der Gesetzeslage 2006 bei der Entfernungspauschale wieder eingeführt wurde. Nicht erst die Kilometerpauschale 2009 wird daher wieder voll berücksichtigt, sondern rückwirkend auch die Kilometerpauschale 2008 und 2007.

Das Bundesverfassungsgericht entschied, dass die Einführung des Werkstorprinzips gegen den Allgemeinen Gleichheitssatz des Artikels 3 des Grundgesetzes und gegen das objektive Nettoprinzip des Einkommenssteuer-Rechts verstoßen hat. Gleichzeitig erhielt der Bundestag den Auftrag, für die Kilometerpauschale 2009 eine gesetzliche Neuregelung zu schaffen. Dieser Aufforderung kam der Bundestag mit der Wiedereinführung der Regelung, wie sie vor dem Jahr 2007 galt, nach.

Wer die Entfernung zwischen seiner Wohnung und seinem Arbeitsplatz in der Steuererklärung für 2007 und 2008 angegeben hat, der muss sich nicht darum kümmern, dass die Kilometerpauschale 2008 und 2007 korrigiert wird. Dieses erledigt das Finanzamt selbstständig. Enthält die Steuererklärung die Angaben zur Kilometerpauschale 2008 aber nicht, so muss ein formloser Antrag auf Neuberechnung gestellt werden.